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gebunden. Für die Hybrid ÖPPs könnte man erwarten, dass beide
Verhaltensweisen zusammen kommen.
Komplexe Führungsstrukturen
Wird ein Projekt privat finanziert, so wird für jedes Projekt ein Vorstand bestellt, deren
Mitglieder von den verschiedenen Konsortien kommen, so dass Entscheidungen im
Privatsektor bleiben. Ein Angehöriger des öffentlichen Sektors nimmt nicht teil; nur in
einer geringen Zahl von Projekten nimmt er teil, allerdings nur als Beobachter. Wird
ein Projekt sowohl privat als auch öffentlich betrieben, nehmen Mitglieder beider
Seiten teil, in der Praxis ist die Kontrolle aber dem Privatsektor überlassen, wobei der
Gewinn vor der Leistungserbringung und den Bedürfnissen der Nutzer Vorrang hat.
Für Projekte, die auch der Erhaltung dienen, wird normalerweise die Finanzierung
durch einen 10%igen Beitrag und zu 90% von einer Bank sichergestellt. Vielfach
werden Unterauftragsnehmer, die weitere Unterauftragsnehmer einschalten, mit der
Durchführung beauftragt. Diese hierarchische Kette der Gesellschaften verringert die
Kontrolle.
Finanzielle Berichterstattung
Für Regierungsinstitution müssen genaue Informationen vorliegen, um die
tatsächlichen Kosten und den Gewinn für jeden Vertrag zu verstehen. Private
Gesellschaften bereiten Finanzberichte vor, sie unterliegen dabei zwar nationalen oder
internationalen Regeln, allerdings haben sie viel Spielraum, welche Art von
Information enthüllt wird und wie diese präsentiert werden. Dadurch, dass
Subunternehmen, die auch nur für ihren Bereich die Leistungen berichten,
eingeschaltet werden, können sie nur Mindestinformationen veröffentlichen. Auch
wenn ein nationales Büro
(Audit office)
die Bücher untersuchen kann, hat es keine
Befugnis des Einschreitens. Die Berichterstattung des öffentlichen Sektors ist ähnlich
der des Privatsektors (so hat das Schatzamt
(Treasury)
die finanzielle
Berichterstattung vom Privatsektor übernommen), was bedeutet, dass die
bereitgestellten Informationen zu einem bestimmten Projekt eingeschränkt sind.
Dieser Mangel an Transparenz ist bedeutend, da nicht der gesamte Prozess
wiedergegeben wird. Transparenz ist eine wichtige Bedingung der Rechenschaft.
Verträge
Verträge werden von der öffentlichen Behörde und dem Partner des Privatsektors
geschlossen; sie sind rechtlich bindend und bilden die Basis des Verhältnisses
zwischen dem öffentlichen Käufer und dem privaten Lieferanten und sie mögen eine
Form der Transparenz hinsichtlich der ausgeführten Leistung sein. Natürlicherweise
sind sie nicht vollständig. Diese komplexen und langen Dokumente sollen alle
möglichen Aspekte des Projektes über die Länge der Zeit beinhalten. Sie sind aber
zahlreichen Ergänzungen und Änderungen unterworfen. Die Verträge schreiben
Indikatoren für die Leistungen fest; typischerweise schließen sie Aspekte des
Leistungsmanagement, Ergebnismessung und Berichterstattung ein. Sie regeln
Zahlungsmechanismen, einschließlich Veränderungen und Strafzahlungen.
Allerdings werden vielfach Unterauftragsnehmer eingesetzt, die nur einen Bericht für
ihre jeweiligen Leistungen erstatten, was bedeutet, dass der öffentliche Sektor von




