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Die Existenz eines lockeren Bandes mit den internationalen Institutionen darf die

Realität einer den 1930er Jahren wahrnehmbaren Internationalisierung nicht

verdecken. Diese wird begleitet von neuen Fragen - die Ausbildung der

Verwaltungsbeamten ist eine der am meisten diskutierten - über die Schaffung neuer

Institutionen und nimmt auch die Form neuer reformerischer Karrieren an. Insoweit

unterscheidet sich die neue Generation von den in den Jahren 1870-1880 geborenen

„Handwerkern“ der Internationalisierung. Diese hatten ausgehend von den hohen

Verwaltungsbeamten und der Universität die ersten Verwaltungsfragen gewidmeten

Institutionen geschaffen. Die um 1900 geborenen Reformer unterscheiden sich von

der Generation der 1870er durch ihren Werdegang. In den USA beginnen alle ihre

Karriere in den großen, der Erforschung der Verwaltungsreform gewidmeten Zentren,

wie dem

Public Administration Clearing House

in Chicago und dem

Institute of Public

Administration

in New York, alle mit Anbindung an Universitäten. Unterstützt von

philanthropischen Stiftungen (wie der Rockefeller-Stiftung in den 1930er Jahren)

gelangen sie direkt in die Sphäre der Verbreitung der Verwaltungswissenschaft und

tragen zu deren Stärkung bei. Auf dem Kontinent, speziell in Belgien, gibt es ähnliche

Karrieren. Diese Werdegänge bezeichnen einen Raum des transatlantischen

Austausches in der Verwaltungswissenschaft. Sie lassen auch an eine

Verselbständigung denken im Verhältnis zu den Problemen und Grundfragen der

heimischen Verwaltung. Allerdings kollidiert dieser Raum mit Konkurrenzen und

dezidiert nationalen Zielen, von denen die Entwicklung einer internationalen

Verwaltungswissenschaft gebremst wird.

Reformer mit nationalem Blickfeld

Obwohl die Verwaltungsreformbewegung sich zwischen den beiden Weltkriegen

internationalisierte, bleiben die nationalen Grundideen und die nationale Verhaftung

der reformerischen Ideen der Protagonisten auch nach ihrer Grundeinstellung sehr

stark. Und im Vorfeld des 2. Weltkriegs werden sie noch stärker.

Von den 1910er bis zu den 1920er Jahren leisten die Reformer aus den kleinen

Ländern, wie Belgien, den größten Beitrag bei den internationalen

verwaltungswissenschaftlichen Kongressen. Diese Bewegung hat als Urgrund den

bibliographischen Internationalismus, der sich in den 1890er Jahren in Brüssel

konsolidiert und viele Unternehmen hervorbringt, die wissenschaftlich,

internationalistisch und pazifistisch sind, zu denen der verwaltungswissenschaftliche

Kongress gehört. Dort kommunizieren vor allem die Ministerialbeamten. Die

belgischen Ministerien stellen die Führungskräfte des IIVW. Die französischen

Reformer stammen größtenteils aus dem Conseil d’État. Neben den

Ministerialbeamten findet man im Wesentlichen Juristen. Die europäischen

Rechtsfakultäten etablieren sich als Partner des IIVW. In Europa verkörpert das

Verwaltungsrecht an der Universität im Wesentlichen die Verwaltungswissenschaft. In

Frankreich vereinnahmen die Rechtwissenschaftliche Fakultät von Paris und der

Conseil d’État die legitime Definition der Verwaltungswissenschaft. Die Spezialisten

des Verwaltungshandwerks und die Organisationswissenschaft kümmern sich

ebenfalls um die Verwaltungsfragen, aber in Publikationen und Zusammenschlüssen,

die international weniger sichtbar sind als die Akademiker und Staatsräte (

des Conseil